Sebastian Speetzen

Ich verbinde Marketing mit Code đŸ‘šđŸ»â€đŸ’» Tracking-, Tool- & Produktentwicklung

Im Februar 2025 sanktionierte die US-Regierung den ChefanklĂ€ger des Internationalen Strafgerichtshofs, Karim Khan. Kurz darauf war sein dienstliches Microsoft-Konto nicht mehr erreichbar. Eine einzelne VerfĂŒgung aus Washington genĂŒgte, um einem der höchsten Justizvertreter der Welt den Zugang zu seinen eigenen E-Mails zu nehmen. Genau an diesem Punkt wird aus einem abstrakten Schlagwort eine sehr konkrete Frage: Wer entscheidet eigentlich, ob unsere Behörden, Unternehmen und Vereine morgen noch arbeiten können? Über digitale SouverĂ€nitĂ€t wird in Europa viel geredet. Höchste Zeit, das Thema ernst zu nehmen und dabei zwei Fehler zu vermeiden: zu wenig zu tun, oder das Falsche.

Was digitale SouverĂ€nitĂ€t wirklich heißt, und warum gerade jetzt

Digitale SouverĂ€nitĂ€t bedeutet nicht, dass Europa alles selbst bauen muss. Sie bedeutet, dass wir ĂŒber unsere eigene digitale Infrastruktur, unsere Daten und unsere technologischen Entscheidungen selbst bestimmen können. Heute ist davon wenig ĂŒbrig. Drei US-Konzerne, Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud, kontrollieren zusammen mehr als 70 Prozent des europĂ€ischen Cloud-Marktes. Verwaltung, KrankenhĂ€user, Schulen und der Mittelstand laufen auf Software, deren Bedingungen anderswo festgelegt werden. Solange alles gut geht, fĂ€llt das niemandem auf. SpĂ€testens mit der zweiten Amtszeit von Donald Trump ist vielen klar geworden, wie verwundbar diese AbhĂ€ngigkeit macht. Eine Lieferkette, die jederzeit politisch gekappt werden kann, ist keine Lieferkette, sondern ein Risiko.

Die Politik hat das inzwischen verstanden, zumindest auf dem Papier. Am 18. November 2025 trafen sich auf Einladung des deutschen und des französischen Digitalministeriums ĂŒber tausend GĂ€ste zum ersten europĂ€ischen Gipfel fĂŒr digitale SouverĂ€nitĂ€t in Berlin, darunter Bundeskanzler Merz, PrĂ€sident Macron und EU-KommissionsvizeprĂ€sidentin Henna Virkkunen. Unternehmen sagten Investitionen von mehr als zwölf Milliarden Euro zu. Parallel dazu liegt mit dem EuroStack-Konzept ein Vorschlag auf dem Tisch, der ĂŒber zehn Jahre rund 300 Milliarden Euro mobilisieren und mit einem Sovereign Tech Fund starten will. Anfang Juni 2026 hat die EU-Kommission den Cloud and AI Development Act vorgelegt, der die europĂ€ische RechenzentrumskapazitĂ€t in fĂŒnf bis sieben Jahren verdreifachen soll. Ich finde diese Bewegung richtig. Skeptisch macht mich nur, dass dieselbe Kommission mit dem Digital Omnibus vom November 2025 zugleich Datenschutz und KI-Regeln aufweicht. SouverĂ€nitĂ€t entsteht nicht allein durch Geld und Rechenzentren, sondern auch durch klare Regeln, an die man sich hĂ€lt.

Der Cloud Act, oder warum „liegt in Frankfurt“ nicht reicht

Der US CLOUD Act von 2018 ist der Kern des Problems, und er wird oft unterschĂ€tzt. Das Gesetz verpflichtet US-Unternehmen, Daten auf Anordnung amerikanischer Behörden herauszugeben, und zwar unabhĂ€ngig davon, wo auf der Welt diese Daten gespeichert sind. Ein Rechenzentrum in Frankfurt oder Paris Ă€ndert daran nichts, solange der Anbieter seinen Sitz in den USA hat. Genau hier kollidiert amerikanisches mit europĂ€ischem Recht. Artikel 48 der Datenschutzgrundverordnung erkennt Herausgabeanordnungen auslĂ€ndischer Behörden nur an, wenn ein völkerrechtliches Abkommen dahintersteht. Der EU Data Act, der seit September 2025 gilt, verlangt zusĂ€tzlich technische und organisatorische Maßnahmen gegen unrechtmĂ€ĂŸige Behördenzugriffe aus Drittstaaten. Ein US-Anbieter sitzt damit in einer ZwickmĂŒhle: Befolgt er die US-Anordnung, verstĂ¶ĂŸt er gegen EU-Recht. Verweigert er sie, verstĂ¶ĂŸt er gegen US-Recht. Dieser Widerspruch lĂ€sst sich mit keiner Vertragsklausel und keinem Werbeversprechen ĂŒber eine „EU Data Boundary“ auflösen.

Das ist keine theoretische Sorge. Im Juni 2025 musste der Chefjustiziar von Microsoft Frankreich vor dem französischen Senat unter Eid einrĂ€umen, dass das Unternehmen nicht garantieren kann, die Daten europĂ€ischer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger im Ernstfall nicht an US-Behörden weiterzugeben. Und der Fall Karim Khan zeigt, was passiert, wenn aus der theoretischen Möglichkeit politische RealitĂ€t wird. Microsoft-PrĂ€sident Brad Smith hat zwar betont, man habe die Dienste fĂŒr den Strafgerichtshof als Institution nie eingestellt, doch das Konto des ChefanklĂ€gers war betroffen, und Khan wich auf den Schweizer Anbieter Proton aus. Der Strafgerichtshof selbst zieht inzwischen Konsequenzen und prĂŒft den Umstieg auf die quelloffene Lösung openDesk. Die Lehre daraus ist unbequem, aber eindeutig: Der Speicherort der Daten ist nicht entscheidend, entscheidend ist, wessen Recht und wessen Politik am Ende den Schalter bedienen. Wer diesen Schalter nicht selbst in der Hand hat, ist nicht souverĂ€n, egal wie schön die Vertragsbedingungen klingen.

SouverÀnitÀt ja, digitaler Nationalismus nein

So berechtigt der Wunsch nach UnabhĂ€ngigkeit ist, so gefĂ€hrlich wĂ€re die Überreaktion. SouverĂ€nitĂ€t kann schnell in Abschottung kippen, und genau davor warnen nicht nur WirtschaftsverbĂ€nde wie der eco oder der BDI, sondern auch viele in der Netzpolitik. Wenn „europĂ€isch“ zum reinen Herkunftssiegel wird und der Staat nur noch kauft, was eine EU-Flagge trĂ€gt, dann tauschen wir eine AbhĂ€ngigkeit gegen die nĂ€chste, diesmal nur mit besserem Marketing. Ein europĂ€ischer Anbieter, der seine Kundschaft genauso einsperrt wie ein amerikanischer, macht uns kein StĂŒck freier. Und ein Internet, das in nationale oder kontinentale Blöcke zerfĂ€llt, ein sogenanntes Splinternet, wĂŒrde am Ende genau die offene, vernetzte Welt zerstören, von der Europa wirtschaftlich und kulturell lebt. Autarkie ist kein Sicherheitsversprechen, sondern oft ein teurer Weg in mittelmĂ€ĂŸige Technik und höhere Preise.

SouverĂ€nitĂ€t heißt fĂŒr mich deshalb etwas anderes als Selbstversorgung: Es geht um die FĂ€higkeit zu wĂ€hlen. Um offene Standards, um InteroperabilitĂ€t, um das Recht, einen Anbieter jederzeit zu wechseln, ohne dabei alle Daten zu verlieren. Um die Diversifizierung von Lieferketten und um starke Partnerschaften mit anderen Demokratien, statt um Misstrauen gegen alles AuslĂ€ndische. Als ĂŒberzeugter EuropĂ€er und in meiner Arbeit bei Volt sehe ich das europĂ€ische Projekt gerade nicht als Festung, sondern als gemeinsamen Rahmen, der uns nach innen stark und nach außen handlungsfĂ€hig macht. Wir sollten die besten Werkzeuge der Welt nutzen dĂŒrfen, aber unter unseren Regeln und auf unserer Infrastruktur betrieben. Das ist der feine, aber entscheidende Unterschied zwischen einer souverĂ€nen und einer nationalistischen Digitalpolitik. Die erste schafft Optionen, die zweite nimmt sie weg.

Open Source ist der SchlĂŒssel, auch wenn er aus den USA kommt

Wenn das Ziel Kontrolle bei gleichzeitiger Offenheit ist, dann fĂŒhrt kaum ein Weg an Open Source vorbei. Quelloffene Software lĂ€sst sich einsehen, prĂŒfen, anpassen und auf eigener Infrastruktur betreiben. Niemand kann den Code heimlich verĂ€ndern, niemand kann ihn dir per Fernzugriff entziehen. Die Lizenz, ob GPL oder Apache, garantiert diese Freiheiten dauerhaft und unwiderruflich, und genau das ist der Punkt, an dem sich Open Source vom Mietmodell der großen Cloud-Anbieter unterscheidet: Es gibt keinen Kill-Switch. Schleswig-Holstein macht gerade vor, dass das funktioniert. Das Land hat bis Ende 2025 rund 80 Prozent seiner ArbeitsplĂ€tze auf LibreOffice umgestellt, etwa 44.000 PostfĂ€cher von Exchange weg migriert und nach eigenen Angaben ĂŒber 15 Millionen Euro an Lizenzkosten gespart. Auf Bundesebene treibt das Zentrum fĂŒr Digitale SouverĂ€nitĂ€t, kurz ZenDiS, mit openDesk einen souverĂ€nen Arbeitsplatz voran, der Anfang 2026 bereits in mehreren tausend Lizenzen produktiv im Einsatz war.

Jetzt kommt der Teil, der manche stört, der mir aber wichtig ist: Es ist völlig in Ordnung, wenn diese Software aus den USA stammt. Linux, Kubernetes, PostgreSQL und unzĂ€hlige andere tragende Bausteine wurden maßgeblich von amerikanischen Entwicklern und Organisationen geprĂ€gt. Das mindert ihren Wert fĂŒr unsere SouverĂ€nitĂ€t kein bisschen, denn die Herkunft des Quellcodes ist nicht das, worauf es ankommt. Entscheidend ist, dass wir die Software selbst betreiben, prĂŒfen und im Zweifel abspalten können, das sogenannte Recht auf den Fork. Wer den Code hat, ist niemandem ausgeliefert. Ein US-Konzern kann mir das Recht, Linux auf europĂ€ischen Servern laufen zu lassen, schlicht nicht wegnehmen. Die einzige echte AbhĂ€ngigkeit, die bleibt, liegt in der Pflege und Steuerung dieser Projekte, denn viele zentrale Maintainer werden von amerikanischen Firmen bezahlt. Die richtige Antwort darauf ist aber nicht Verzicht, sondern Mitverantwortung: Europa sollte kritische Open-Source-Projekte selbst mitfinanzieren und mitentwickeln, so wie es die deutsche Sovereign Tech Agency bereits tut. Gute Werkzeuge abzulehnen, nur weil sie den falschen Pass haben, wĂ€re genau der digitale Nationalismus, der uns nicht weiterbringt. SouverĂ€n ist, wer das Beste nutzt und trotzdem die Kontrolle behĂ€lt.

– Sebastian Speetzen

Seit ein paar Monaten bewegt sich die Sache schnell. Im November 2025 hat das EuropĂ€ische Parlament mit 483 zu 92 Stimmen eine Resolution beschlossen, die ein europaweites Mindestalter von 16 Jahren fĂŒr soziale Medien fordert. Ab 13 soll der Zugang mit Zustimmung der Eltern möglich sein, unter 13 gar nicht. Bemerkenswert ist, dass die Forderung nicht nur klassische Plattformen wie Instagram oder TikTok meint, sondern auch Videoplattformen und sogenannte KI-Companions, also die Chatbots, mit denen Jugendliche zunehmend reden. Am 29. April 2026 legte die Kommission nach und empfahl den Mitgliedstaaten, bis Ende 2026 eine funktionierende Altersverifikation auszurollen. Und am 12. Mai signalisierte Ursula von der Leyen, dass die Kommission ein EU-weites digitales VolljĂ€hrigkeitsalter regeln will, mit einem möglichen Gesetzesvorschlag noch vor Ende des Sommers. Das Vorbild nennt sie offen: Australien, wo unter 16 Schluss ist.

Technisch soll das Ganze ĂŒber eine eigene App laufen, die die Kommission als Übergangslösung versteht, bis die europĂ€ische digitale IdentitĂ€t, die EUDI Wallet, flĂ€chendeckend verfĂŒgbar ist. Das Versprechen klingt erst einmal gut. Die App arbeitet mit sogenannten Zero-Knowledge-Proofs, einem kryptografischen Verfahren, mit dem man beweisen kann, dass man ĂŒber einer Altersgrenze liegt, ohne das genaue Geburtsdatum oder die IdentitĂ€t preiszugeben. Eine Plattform wĂŒrde also nur erfahren, dass jemand alt genug ist, nicht wer dahintersteckt. Auf dem Papier ist das deutlich datensparsamer als ein Ausweis-Upload bei jeder einzelnen Seite. Die Frage, die in den offiziellen Pressemitteilungen gern untergeht, ist allerdings, ob die konkrete Umsetzung dieses Versprechen auch hĂ€lt. Genau da wird es unangenehm.

Eine App, die in zwei Minuten fiel

Am 15. April 2026 stellten von der Leyen und ihre VizeprĂ€sidentin Henna Virkkunen die App als technisch fertig vor und veröffentlichten den Quellcode als White-Label-Vorlage fĂŒr die Mitgliedstaaten. Nur drei Tage spĂ€ter zerlegte der Sicherheitsforscher Paul Moore die zentralen Schutzmechanismen in unter zwei Minuten. Der PIN-Schutz ließ sich aushebeln, indem man verschlĂŒsselte EintrĂ€ge aus einer Konfigurationsdatei im Android-Speicher löschte. Der ZĂ€hler fĂŒr Fehlversuche ließ sich auf null zurĂŒcksetzen, was beliebig viele PIN-Versuche erlaubt. Und die biometrische PrĂŒfung ließ sich ĂŒber einen simplen Schalter in den gespeicherten Daten komplett abschalten. Besonders heikel: Das Gesichtsbild, das per NFC vom Ausweis gelesen wird, landete unverschlĂŒsselt als PNG auf der Festplatte, und Selfie-Aufnahmen im externen Speicher wurden nie gelöscht. Die Kommission hatte öffentlich betont, es wĂŒrden keine personenbezogenen Daten gespeichert und der Vorgang sei vollstĂ€ndig anonym. Die Funde sagen das genaue Gegenteil.

Das ist kein einmaliger Ausrutscher, der sich mit einem schnellen Update wegpatchen lĂ€sst. Eine Sicherheitsanalyse des Quellcodes vom MĂ€rz 2026 deckte einen tieferen Konstruktionsfehler auf: Die ausstellende Komponente kann gar nicht ĂŒberprĂŒfen, ob die Passkontrolle wirklich auf dem GerĂ€t des Nutzers stattgefunden hat. Diese LĂŒcke sauber zu schließen wĂŒrde wohl bedeuten, vollstĂ€ndige Passdaten inklusive Name und Dokumentnummer an einen Server zu schicken, womit das schöne Datenschutzversprechen weitgehend dahin wĂ€re. Dazu kommt, dass die App auf Android Googles Play Integrity API voraussetzt und damit zwingend von Googles Infrastruktur abhĂ€ngt, was alternative Android-Systeme und selbst installierte Apps aussperrt. Eine quelloffene App, die Googles Erlaubnis zum Funktionieren braucht, ist eine seltsame Vorstellung von digitaler SouverĂ€nitĂ€t. BĂŒrgerrechtsorganisationen wie EDRi und noyb hatten frĂŒh gewarnt, die Europaabgeordnete MarkĂ©ta GregorovĂĄ sprach von einem Verfahren, das unter politischem Druck ĂŒberhastet werde. Über 400 Forscher warnten in einem offenen Brief, dass zentralisierte IdentitĂ€tssysteme zwangslĂ€ufig zu attraktiven Zielen fĂŒr Angriffe und Überwachung werden.

SchĂŒtzen ja, ein Identifizierungsregime nein

Hier prallen zwei Dinge aufeinander, die beide ihre Berechtigung haben. Der Wunsch, Kinder vor suchterzeugenden Mechaniken, Manipulation und ungeeigneten Inhalten zu schĂŒtzen, ist absolut nachvollziehbar, und das Parlament fordert zu Recht auch ein Verbot von Dark Patterns und weniger Werbung, die sich gezielt an Kinder richtet. Das Problem ist die Methode. Eine Altersverifikation, die wirklich greift, betrifft strukturell alle, nicht bloß MinderjĂ€hrige, denn um zu beweisen, dass ein 14-JĂ€hriger draußen bleibt, muss das System bei jedem anderen ebenfalls nachsehen. Damit entsteht eine Infrastruktur, mit der sich Internetnutzung grundsĂ€tzlich an einen IdentitĂ€tsnachweis koppeln lĂ€sst. Solche Infrastruktur ist selten reversibel. EDRi nennt das treffend mission creep: Ist die technische FĂ€higkeit einmal da, wĂ€chst der Anwendungsbereich fast von allein ĂŒber den ursprĂŒnglichen Zweck hinaus. Dazu kommt die unbequeme Frage, ob das alles ĂŒberhaupt funktioniert, denn ein VPN, das Konto eines Ă€lteren Geschwisters oder schlicht eine geknackte App fĂŒhren die HĂŒrde schnell ad absurdum, wĂ€hrend der datenschutzrechtliche Flurschaden bleibt.

Aus meiner Sicht, und ich denke, das deckt sich mit dem, wofĂŒr Volt steht, lĂ€sst sich beides zusammenbringen, aber nicht in dieser Reihenfolge und nicht mit dieser Eile. Kinderschutz darf nicht heißen, dass wir ein flĂ€chendeckendes Ausweisregime fĂŒrs Netz errichten und hoffen, dass die Technik schon irgendwie dichthĂ€lt. Sinnvoller ist es, bei der Verantwortung der Plattformen anzusetzen: Suchtmechaniken regulieren, manipulative Designs verbieten, Empfehlungsalgorithmen fĂŒr MinderjĂ€hrige entschĂ€rfen, all das wirkt, ohne dass jeder BĂŒrger sich ausweisen muss. Wenn Altersverifikation tatsĂ€chlich kommt, dann nur mit echtem Datenschutz by design statt als Marketingversprechen, mit unabhĂ€ngigen SicherheitsprĂŒfungen vor dem Start statt drei Tage danach, dezentral statt in einer zentralen Datenhalde, und freiwillig quelloffen ohne Zwangsbindung an einen US-Konzern. Eine Lösung, die in zwei Minuten fĂ€llt, schĂŒtzt am Ende weder Kinder noch Grundrechte. Sie erzeugt nur das beruhigende GefĂŒhl, etwas getan zu haben, und genau dieses GefĂŒhl ist in der Digitalpolitik oft gefĂ€hrlicher als das Problem, das man lösen wollte.

– Sebastian Speetzen